Bodenmarkierungen

Bodenmarkierungen sind gemäß §§ 41 und 42 StVO horizontale Verkehrszeichen, die mit Hilfe von Farben, Thermo- oder Duroplastiken sowie mittels Folien auf den Untergrund aufgetragen werden.


Heutzutage kann auf Bodenmarkierungen im öffentlichen Verkehrsraum für eine sichere Verkehrsführung nicht mehr verzichtet werden. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere vielfältige Einsatzmöglichkeiten, bei denen eine Bodenmarkierung zur Verbesserung von Struktur, Erhöhung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit maßgeblich beitragen kann.

Eine gut sichtbare und funktionsfähige Bodenmarkierung schafft Struktur und Orientierung, zum Beispiel als Hallen-, Parkplatz-, Industrie- und Logistikmarkierung auf Ihrem Werksgelände. Bodenmarkierungen als Kennzeichnung von z. B. Fahr-, Geh-, Flucht-, und Rettungswegen können Arbeitsunfälle mit sogenannten Warn-/Sicherheitsmarkierungen deutlich reduzieren und die Sicherheit auf Ihrem Betriebsgelände, in Ihrer Werkshalle erhöhen. Durch die Applikation von Zebrastreifen, Piktogrammen, Symbolen, Richtungspfeilen, Buchstaben und Ziffern auf Parkplätzen, in Parkhäusern und Tiefgaragen sind Verhaltensregeln für Fußgänger und Verkehrsteilnehmer festgelegt. Eine strukturierte und eindeutige Kennzeichnung von Logistikstellplätzen und Parkflächen schafft mehr Parkraum, Leitmarkierungen auf Flugbetriebsstätten und die Kennzeichnung von Verkehrswegen für Flurförderfahrzeuge tragen maßgeblich zur Optimierung der Arbeitsabläufe und betrieblichen Prozesse bei.

Bodenmarkierungen werden abgesehen von sicherheitsrelevanten Einsatzgebieten auch zu Spiel- und Lernzwecken eingesetzt. Nicht selten sind Bodenmarkierungen auf Schulhöfen und Spielplätzen zu finden, farbige Spielfelder und Symbole gehören zum Pausenalltag, Verkehrsübungsplätze in Grundschulen dienen als Ergänzung zur Betriebsstättenausstattung.

Professionelle Bodenmarkierungen werden im Grundsatz meistens wie folgt aufgebaut:

  • Vorbereitung von Untergrund/Bodenbelag/ Reinigung der zu markierenden Flächen
  • Einmessen / Einteilung und Vormarkierung der Baumaßnahme
  • Abkleben der Markierungslinie (optional)
  • Aufbringen einer Grundierung/Primer/ (optional)
  • Aufbringen einer 2-Komponenten-Farbe
  • Aufbringen der 2-Komponenten-Versiegelung (optional)

Die heutigen Anforderungen an eine Bodenmarkierung sind hoch. Bodenmarkierungen im industriellen und öffentlichen Bereich müssen in erster Linie abriebbeständig und resistent gegenüber Chemikalien, Treibstoffen, Motor- und Hydraulikölen sowie Enteisungsmitteln, Baumharzen und Huminsäuren sein. Eine Bodenmarkierung nutzt Ihnen in der Regel nur so lange sie gut sichtbar und ihre Haupteigenschaft als leitendes Wahrnehmungsorgan gewährleistet ist. Die verwendete Markierungsstoffe zur Herstellung einer Bodenmarkierung werden folglich nach Bodenbeschaffenheit, Einsatzgebiet unter Berücksichtigung der entsprechenden Anforderung an Haltbarkeit, mechanischer und chemischer Beanspruchung sowie Umweltverträglichkeit ausgewählt und mit entsprechender Markierungstechnik appliziert.

Bodenmarkierungen werden in Abhängigkeit ihrer Einsatzgebiete meist nach gültigen Richtlinien wie der RMS "Richtlinien für die Markierung von Straßen",  der ZTV-M 02 "Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen", der Norm "DIN EN1436" , der "Technischen Lieferbedingungen für vorübergehende Markierungen (TL-Vorübergehende Markierungen 970)", der TL-M 97 "Technische Lieferbedingungen für weiße Markierungsmaterialien", der TL M06 "Technische Lieferbedingungen für Markierungsmaterialien", der ZTV-SA "Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen an Straßen" sowie nach der RSA "Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen" aber auch ganz individuell nach den Vorgaben und Vorstellungen der Auftraggeber, erstellt.